Non bona nisi quae modesta.  •  Nichts ist gut, was nicht bescheiden ist.  (Kurfürstin Sophie)

Vertretungen

Vertretungsplan

Link zur Online-Version:

[VERTRETUNGSPLAN AKTUELL] Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss der Zu- griff auf den Vertretungsplan eingeschränkt sein. Die Zugangsdaten erhalten Sie bzw. Ihr Kind vom Klassenlehrer oder von der Jahrgangsleitung.

Davon abgesehen:

In 99 Prozent aller Fälle stehen alle Vertretungen und ggf. auch Unterrichtsausfälle am jeweiligen Vor- tag kurz nach der 6. Stunde auf dem Vertretungs- plan. Ein kurzer Blick auf diesen um 13:20 Uhr ist also eine lohnenswerte Angelegenheit! Kommt es sehr kurzfristig zu Verlegungen oder Aus- fällen, so hilft eine gut funktionierende Telefonkette der jeweiligen Klasse oder des Kurses am besten. Dieses Mittel ist deutlich effektiver, als wenn jede/r Schüler/in jeden Abend oder Morgen auf unserer Website nachschauen sollte ...

Feuerwehrlehrkräfte

Wenn absehbar ist, dass festangestellte Lehrkräfte für einen längeren Zeitraum ausfallen, kann die Schule so genannte "Feuerwehrlehrkräfte" anfordern. Diese unterrichten im Allge- meinen im Rahmen eines zeitlich begrenzten Vertrags.

Aktuelle Feuerwehrlehrkräfte

- keine -

Unterrichtsausfall

Warum fällt überhaupt Unterricht aus? Bei einer Unterrichtsversorgung von na- hezu 100 Prozent (laut Landesstatistik – leider wird dieser Wert an Hannovers Gymnasien noch nicht einmal ganz erreicht) sollte eigentlich kaum Unterricht ausfallen – denkt man! Aber eine solche Statistik berücksichtigt nur den Nor- malfall: Alle Lehrer sind gesund und es findet wirklich nur der "normale" Unter- richt statt. Dieser Normalfall ist jedoch im Schulalltag selten: Wenn eine Lehrkraft krank wird, kann sie ihren Unterricht nicht abhal- ten. An einer Schule mit über 80 Lehrkräften ist die Wahrscheinlichkeit aber recht gering, dass immer alle gesund sind. Wenn eine Klasse im Landheim, auf Tagesfahrt oder ein Kurs auf Studien- fahrt, auf Exkursion ist, können die beiden Lehrkräfte, die die Klasse be- gleiten müssen, ihren Unterricht in den anderen Klassen nicht abhalten. Nun könnte man meinen, dass in solchen Fällen kein Unterricht ausfallen müsste, weil ja auch die Schüler fehlen und damit die anderen Lehrer, die in der Klasse oder dem Kurs unterrichten, Freistunden haben müssen (und somit vertreten könnten). Das ist prinzipiell richtig, passt aber trotzdem nicht: Die Begleitlehrer unterrichten etwa jeweils 23 Wochen- stunden, es fehlen also 46 Stunden Unterricht an der Schule. Die abwe- sende Klasse hätte aber höchstens 30 Stunden Unterricht. Die Differenz ist folglich 16 Stunden pro Woche! Wenn Methoden-/Projekttage stattfinden, können die beteiligten Lehr- kräfte ihren planmäßigen Unterricht nicht durchführen. Wenn das Betriebspraktikum stattfindet, können die betreuenden Lehrer nur einen Teil ihres Unterrichts durchführen. Nehmen Lehrer an Fortbildungsveranstaltungen teil, können sie nicht gleichzeitig unterrichten. Die meisten Fortbildungsveranstaltungen fin- den zwar nachmittags oder in der unterrichtsfreien Zeit statt, es gibt aber auch vom Kultusministerium angeordnete Veranstaltungen in der Unterrichtszeit, insbesondere wenn neue Kerncurricula eingeführt wer- den. Außerdem beginnen manche Fortbildungen so früh am Nachmittag, dass der teilnehmende Lehrer bei Berücksichtigung von kurzer Mittags- pause und Anreisezeit seine letzten Unterrichtsstunden an diesem Tag nicht mehr erteilen kann. Nicht zuletzt sind der Ganztag oder Oberstu- fenunterricht, der teilweise bis 17 Uhr erteilt wird, davon betroffen. Lehrkräfte, die neben ihrem Unterricht auch noch Aufgaben als Fach- leiter (in der Ausbildung von Referendaren) oder Fachberater (überregio- nale Beratung und Überprüfung von Fachlehrern) oder in Kommissionen (z.B. Zentralabitur) wahrnehmen, haben oft ganztags bzw. vormittags Termine, die vorrangig sind und zudem eine längere Anreise erfordern. Ihr Unterricht muss ausfallen. Finden mündliche Abiturprüfungen statt (pro Prüfling sind mindestens drei Lehrer beteiligt, hinzu kommen noch Aufsichten), können diese Leh- rer in der Zeit nicht unterrichten. Bei Prüfungsunterricht von Referendaren und der folgenden Besprechung müssen der betreuende Fachlehrer und ggf. auch Schulleitungsmitglie- der anwesend sein. Sie können dann ihren planmäßigen Unterricht nicht wahrnehmen. Werden neue Lehrkräfte eingestellt, finden Einstellungsgespräche statt. Daran nehmen der Schulleiter oder sein Stellvertreter, ggf. ein Mitglied des Personalrates, Gleichstellungsbeauftragte sowie Koordinatoren oder Mitglieder beider Fachgruppen teil. Diese Personen können dann ihren Unterricht nicht durchführen. Lehrkräfte, denen Sonderurlaub aus familiären, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen gewährt wird, können natürlich auch nicht unterrich- ten. In der Statistik nicht vorgesehen sind zudem Unterrichtsengpässe in bestimm- ten Fächern. So haben z.B. die kontinuierliche Veränderung der zu unterrich- tenden Stundentafeln im Zusammenhang mit der Abschaffung der Orientie- rungsstufen, der Ein- und wieder Ausführung des G8 und die beständigen Um- strukturierungen der Oberstufe (Zentralabitur) dazu geführt, dass es für be- stimmte Fächer zu wenig Lehrer gibt, dafür haben wir in anderen Fächern eine Überversorgung. Rechnerisch ergeben sich also vielleicht 100% Unterrichtsversorgung, aber eben nicht in allen Fächern! Viele Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule geben in diesen “Mangelfächern” seit Jahren deutlich mehr Stunden, als sie müssten. Trotzdem muss der Unterricht in einigen Fächern leider gekürzt erteilt werden. FAZIT: Wenn die Politiker/innen eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent als positiv herausstellen, dann ist dies irreführend! Mindestens eine rechne- rische Versorgung von 115 Prozent würde gebraucht, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. Denn: Kein Unternehmen der Welt kommt mit einer nur 100-pro- zentigen Personalversorgung ohne Ausfälle hin!
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Non bona nisi quae modesta. Nichts ist gut, was nicht bescheiden ist. (Kurfürstin Sophie)

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[VERTRETUNGSPLAN AKTUELL] Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss der Zugriff auf den Vertretungsplan eingeschränkt sein. Die Zugangsdaten erhalten Sie bzw. Ihr Kind vom Klassen- lehrer oder von der Jahrgangsleitung.

Davon abgesehen:

In 99 Prozent aller Fälle stehen alle Vertretungen und ggf. auch Unterrichtsausfälle am jeweiligen Vortag kurz nach der 6. Stunde auf dem Vertretungsplan. Ein kurzer Blick auf diesen um 13:20 Uhr ist also eine lohnenswerte Angele- genheit! Kommt es sehr kurzfristig zu Verlegungen oder Ausfällen, so hilft eine gut funktionierende Telefonkette der jeweili- gen Klasse oder des Kurses am besten. Dieses Mittel ist deutlich effektiver, als wenn jede/r Schüler/in jeden Abend oder Morgen auf unserer Website nachschauen sollte ...

Feuerwehrlehrkräfte

Wenn absehbar ist, dass festangestellte Lehr- kräfte für einen längeren Zeitraum ausfallen, kann die Schule so genannte "Feuerwehrlehr- kräfte" anfordern. Diese unterrichten im All- gemeinen im Rahmen eines zeitlich be- grenzten Vertrags.

Aktuelle Feuerwehrlehrkräfte

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Unterrichtsausfall

Warum fällt überhaupt Unterricht aus? Bei einer Unter- richtsversorgung von nahezu 100 Prozent (laut Landessta- tistik – leider wird dieser Wert an Hannovers Gymnasien noch nicht einmal ganz erreicht) sollte eigentlich kaum Un- terricht ausfallen – denkt man! Aber eine solche Statistik berücksichtigt nur den Normalfall: Alle Lehrer sind gesund und es findet wirklich nur der "normale" Unterricht statt. Dieser Normalfall ist jedoch im Schulalltag selten: Wenn eine Lehrkraft krank wird, kann sie ihren Unter- richt nicht abhalten. An einer Schule mit über 80 Lehrkräften ist die Wahrscheinlichkeit aber recht ge- ring, dass immer alle gesund sind. Wenn eine Klasse im Landheim, auf Tagesfahrt oder ein Kurs auf Studienfahrt, auf Exkursion ist, können die beiden Lehrkräfte, die die Klasse begleiten müs- sen, ihren Unterricht in den anderen Klassen nicht ab- halten. Nun könnte man meinen, dass in solchen Fäl- len kein Unterricht ausfallen müsste, weil ja auch die Schüler fehlen und damit die anderen Lehrer, die in der Klasse oder dem Kurs unterrichten, Freistunden haben müssen (und somit vertreten könnten). Das ist prinzipiell richtig, passt aber trotzdem nicht: Die Be- gleitlehrer unterrichten etwa jeweils 23 Wochenstun- den, es fehlen also 46 Stunden Unterricht an der Schule. Die abwesende Klasse hätte aber höchstens 30 Stunden Unterricht. Die Differenz ist folglich 16 Stun- den pro Woche! Wenn Methoden-/Projekttage stattfinden, können die beteiligten Lehrkräfte ihren planmäßigen Unterricht nicht durchführen. Wenn das Betriebspraktikum stattfindet, können die betreuenden Lehrer nur einen Teil ihres Unterrichts durchführen. Nehmen Lehrer an Fortbildungsveranstaltungen teil, können sie nicht gleichzeitig unterrichten. Die meis- ten Fortbildungsveranstaltungen finden zwar nachmit- tags oder in der unterrichtsfreien Zeit statt, es gibt aber auch vom Kultusministerium angeordnete Veran- staltungen in der Unterrichtszeit, insbesondere wenn neue Kerncurricula eingeführt werden. Außerdem be- ginnen manche Fortbildungen so früh am Nachmittag, dass der teilnehmende Lehrer bei Berücksichtigung von kurzer Mittagspause und Anreisezeit seine letzten Unterrichtsstunden an diesem Tag nicht mehr erteilen kann. Nicht zuletzt sind der Ganztag oder Oberstufen- unterricht, der teilweise bis 17 Uhr erteilt wird, da- von betroffen. Lehrkräfte, die neben ihrem Unterricht auch noch Aufgaben als Fachleiter (in der Ausbildung von Refe- rendaren) oder Fachberater (überregionale Beratung und Überprüfung von Fachlehrern) oder in Kommis- sionen (z.B. Zentralabitur) wahrnehmen, haben oft ganztags bzw. vormittags Termine, die vorrangig sind und zudem eine längere Anreise erfordern. Ihr Unter- richt muss ausfallen. Finden mündliche Abiturprüfungen statt (pro Prüfling sind mindestens drei Lehrer beteiligt, hinzu kommen noch Aufsichten), können diese Lehrer in der Zeit nicht unterrichten. Bei Prüfungsunterricht von Referendaren und der fol- genden Besprechung müssen der betreuende Fach- lehrer und ggf. auch Schulleitungsmitglieder anwe- send sein. Sie können dann ihren planmäßigen Unter- richt nicht wahrnehmen. Werden neue Lehrkräfte eingestellt, finden Einstel- lungsgespräche statt. Daran nehmen der Schulleiter oder sein Stellvertreter, ggf. ein Mitglied des Perso- nalrates, Gleichstellungsbeauftragte sowie Koordina- toren oder Mitglieder beider Fachgruppen teil. Diese Personen können dann ihren Unterricht nicht durch- führen. Lehrkräfte, denen Sonderurlaub aus familiären, ge- sundheitlichen oder sonstigen Gründen gewährt wird, können natürlich auch nicht unterrichten. In der Statistik nicht vorgesehen sind zudem Unterrichts- engpässe in bestimmten Fächern. So haben z.B. die konti- nuierliche Veränderung der zu unterrichtenden Stundenta- feln im Zusammenhang mit der Abschaffung der Orientie- rungsstufen, der Ein- und wieder Ausführung des G8 und die beständigen Umstrukturierungen der Oberstufe (Zen- tralabitur) dazu geführt, dass es für bestimmte Fächer zu wenig Lehrer gibt, dafür haben wir in anderen Fächern eine Überversorgung. Rechnerisch ergeben sich also vielleicht 100% Unterrichts- versorgung, aber eben nicht in allen Fächern! Viele Lehrer- innen und Lehrer unserer Schule geben in diesen “Mangel- fächern” seit Jahren deutlich mehr Stunden, als sie müss- ten. Trotzdem muss der Unterricht in einigen Fächern lei- der gekürzt erteilt werden. FAZIT: Wenn die Politiker/innen eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent als positiv herausstellen, dann ist dies irre- führend! Mindestens eine rechnerische Versorgung von 115 Prozent würde gebraucht, um Unterrichtsausfall zu vermei- den. Denn: Kein Unternehmen der Welt kommt mit einer nur 100-prozentigen Personalversorgung ohne Ausfälle hin!
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